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Silberfische bekämpfen: erkennen, Ursachen und was wirklich hilft
Silberfische, genauer Silberfischchen (Lepisma saccharina), sind etwa 1 cm lange, flügellose Insekten mit silbrig glänzenden Schuppen, zwei langen Fühlern und drei Schwanzfäden, die nachts in feuchten Räumen wie Bad und Küche hervorkommen. Häufig steckt hinter einem Befall heute ihr grauer Verwandter, das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata). Sie werden beide los, indem Sie die Feuchtigkeit senken, Ritzen abdichten und mit Fallen sehen, wo die Tiere laufen.
In diesem Artikel
- Was sind Silberfische?
- Wie erkennen Sie Silberfischchen, Papierfischchen und Ofenfischchen?
- Woher kommen Silberfische?
- Was bedeutet es, wenn Sie Silberfische in der Wohnung haben?
- Wo haben Silberfische ihr Nest, und wo legen sie ihre Eier ab?
- Wie schnell vermehren sich Silberfische, und wie alt werden sie?
- Fressen Silberfische Kleidung?
- Sind Silberfische gefährlich, und können sie beißen?
- Was tun gegen Silberfische im Bad?
- Was tun gegen Silberfische im Bett oder im Schlafzimmer?
- Wie werden Sie Silberfische los?
- Bei welcher Luftfeuchtigkeit verschwinden Silberfische?
- Welche Hausmittel helfen gegen Silberfische?
- Hilft ein Spray gegen Silberfische?
- Sollten Sie Silberfische zerdrücken?
- Wird man Silberfische wieder los, und wie lange dauert es?
- Was macht der Kammerjäger gegen Silberfische?
- Wie beugen Sie Silberfischen vor?
Das Wichtigste in Kürze
- Silberfische leben in Ritzen und kommen nur im Dunkeln hervor.
- Sie brauchen 75 bis 97 % Luftfeuchtigkeit; eine Massenvermehrung gibt es nur über 75 %.
- Papierfischchen werden seit einigen Jahren häufiger und leben auch in trockeneren Wohnräumen.
- Ein Papierfischchen wird bis zu 7 bis 8 Jahre alt und übersteht mehr als 250 Tage ohne Nahrung.
- Eine Gesundheitsgefahr geht von den Tieren nicht aus; in großer Zahl schaden sie Papier, Tapeten und Textilien.
Direkt zur Lösung: die Silberfischfalle oder gleich die Super Ninja Silberfischfalle.
Was sind Silberfische?
Silberfische sind flügellose Insekten aus der Ordnung der Fischchen (Zygentoma), die bei uns nur in Gebäuden leben und sich tagsüber an dunklen Stellen verstecken. Ein Silberfischchen wird 9 bis 11 mm lang, glänzt silbrig durch feine Schuppen und trägt am Hinterende drei dünne Schwanzfäden. Jungtiere sehen aus wie die Erwachsenen, sind aber heller. Silberfischchen sind lichtscheu und tasten sich mit ihren Fühlern voran: Machen Sie nachts das Licht im Bad an, flitzen sie in die nächste Ritze. Unter 10 °C sind sie nicht mehr aktiv.
Wie erkennen Sie Silberfischchen, Papierfischchen und Ofenfischchen?
Silberfischchen, Papierfischchen und Ofenfischchen erkennen Sie an Farbe, Größe und Fundort: Das Silberfischchen glänzt silbrig und sitzt vor allem an feuchten Stellen, das Papierfischchen ist grau, behaart und größer und lebt auch in trockeneren Räumen, und das Ofenfischchen ist dunkel gesprenkelt und lebt nur an sehr warmen Orten.
| Silberfischchen | Papierfischchen | Ofenfischchen | |
|---|---|---|---|
| Lateinischer Name | Lepisma saccharina | Ctenolepisma longicaudata | Thermobia domestica |
| Länge ohne Fühler und Schwanzfäden | 9 bis 11 mm | bis etwa 15 mm | bis 12 mm |
| Aussehen | silbrig glänzend, kaum behaart | grau, behaart, gefleckter Rücken | schwarz und gelb beschuppt, gesprenkelt |
| Schwanzfäden | kürzer als der Körper | etwa so lang wie der Körper | lang |
| Klima | feucht und warm, 75 bis 97 % Luftfeuchtigkeit | 20 bis 25 °C, 55 bis 80 % Luftfeuchtigkeit | sehr warm, 30 bis 40 °C |
| Wo im Haus | Bad, Küche, Keller | auch Wohnzimmer, Bücherregal, Dachboden | nur an sehr warmen, dunklen Stellen, etwa am Heizkessel |
| Lebensdauer | 2 bis 3 Jahre | bis 7 bis 8 Jahre | in den Quellen nicht genannt |
Eine Massenvermehrung des Ofenfischchens ist in unseren Breiten laut Umweltbundesamt sehr selten. Sehen Sie graue Tiere im Bücherregal oder im Schlafzimmer, ist es meist ein Papierfischchen. Wie Sie es sicher erkennen, lesen Sie in Papierfische erkennen und bekämpfen.
Woher kommen Silberfische?
Silberfische kommen fast immer mit Gegenständen ins Haus: mit Umzugskartons, Verpackungen, gebrauchten Büchern, Möbeln und Taschen. Papierfischchen verbreiten sich laut Umweltbundesamt vor allem mit dem Versandhandel und mit Kartons aus Wellpappe. Einmal drinnen, verkriechen sie sich in Ritzen hinter Fußleisten, Fliesen und Silikonfugen und bleiben, solange es dort feucht und warm genug ist. Papierfischchen findet man oft in Neubauten und gut gedämmten Wohnungen, wo sie zwischen Wänden, im Dachboden und im Kriechkeller leben; in Mehrfamilienhäusern wandern sie über Leitungsschächte von Wohnung zu Wohnung.
Was bedeutet es, wenn Sie Silberfische in der Wohnung haben?
Viele Silberfische in der Wohnung bedeuten fast immer, dass es irgendwo zu feucht ist: ein schlecht gelüftetes Bad, ein Wasserschaden, ein undichter Abfluss, Kondenswasser unter der Spüle oder eine feuchte Außenwand. Das Umweltbundesamt nennt Silberfischchen deshalb Feuchteanzeiger und sieht in einem Massenauftreten meist einen baulichen Mangel oder zu wenig Lüften. Sehen Sie die Tiere auch in einem trockenen Wohnzimmer oder Bücherregal, ist es wahrscheinlich ein Papierfischchen.
Wo haben Silberfische ihr Nest, und wo legen sie ihre Eier ab?
Ein Nest im eigentlichen Sinn bauen Silberfische nicht: Sie legen ihre Eier in kleinen Gruppen in Fugen, Ritzen und Spalten, wo Sie sie kaum je sehen. Ein Silberfischchen legt insgesamt bis zu etwa 100 Eier; bei 25 °C und 75 % Luftfeuchtigkeit schlüpfen die Jungen nach rund 28 Tagen. Ein Papierfischchen legt im Schnitt 56 Eier pro Jahr, in Gelegen von 2 bis 20 Eiern. Diese Eier schlüpfen nur bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 55 %. Wo die Tiere herkommen, finden Sie am schnellsten mit Fallen: Die Falle mit den meisten Tieren steht am nächsten an der Quelle.
Wie schnell vermehren sich Silberfische, und wie alt werden sie?
Langsam, aber sie leben lange. Ein Silberfischchen wird 2 bis 3 Jahre alt, ein Papierfischchen bis 7 bis 8 Jahre. Bei 24 °C und 60 % Luftfeuchtigkeit dauert es etwa 14 Monate, bis ein Papierfischchen ausgewachsen ist, und auch danach häutet es sich weiter und legt Eier. Ein Befall wächst also nicht explosionsartig, doch wenige Tiere reichen, um in ein paar Jahren einen neuen Befall aufzubauen.
Fressen Silberfische Kleidung?
Ja, vor allem Papierfischchen fressen in großer Zahl auch an Kleidung aus Baumwolle, Leinen und Viskose. Sie hinterlassen eher abgeschabte Stellen als die runden Löcher von Kleidermotten. Ihre Hauptnahrung sind Kohlenhydrate: Stärke, Zucker, Mehl, Tapetenkleister, Papier und Buchleim, dazu Schimmelpilze und tote kleine Insekten. Papierfischchen überstehen mehr als 250 Tage ohne Nahrung, ein paar Wochen Ordnung reichen also nicht. Finden Sie runde Löcher in Wollpullovern, lesen Sie bei Kleidermotten weiter.
Sind Silberfische gefährlich, und können sie beißen?
Nein, eine Gesundheitsgefahr geht von Silberfischen laut Umweltbundesamt nicht aus, und keine der Fachquellen, die wir gelesen haben, nennt einen Biss oder eine Krankheit. Der Schaden ist materiell und entsteht erst bei vielen Tieren: an Papier, Büchern, Tapeten, Fotos und Kleidung. Bei normalem Silberfischchenbefall sind laut Umweltbundesamt in der Regel keine Schäden zu erwarten; Papierfischchen dagegen können erhebliche Schäden an Büchern und Tapeten anrichten.
Was tun gegen Silberfische im Bad?
Holen Sie die Feuchtigkeit aus dem Bad: Lüften Sie nach dem Duschen stoßweise, heizen Sie das Bad, ziehen Sie den Boden trocken und lassen Sie die Tür nicht mit einem nassen Handtuch geschlossen. Lassen Sie tropfende Wasserhähne, Abflüsse und Silikonfugen reparieren und dichten Sie Fugen an Wanne, Duschtasse und Fußleisten ab. Stellen Sie eine Silberfischfalle an die Fußleiste, hinter die Toilette oder unter das Waschbecken, damit Sie sehen, wo sie laufen. Mit einem Hygrometer prüfen Sie, ob die Luftfeuchtigkeit wirklich unter 50 % sinkt.
Was tun gegen Silberfische im Bett oder im Schlafzimmer?
Saugen Sie den Boden an den Fußleisten, unter dem Bett und hinter dem Schrank gründlich ab, und halten Sie das Schlafzimmer trocken, indem Sie täglich stoßlüften. Silberfische suchen dunkle Ritzen, auch im Schlafzimmer, und ein einzelnes Tier im Bett ist meist auf der Durchreise. Legen Sie eine Falle unter das Bett oder an die Fußleiste, um zu sehen, ob es bei einem Tier bleibt. Bewahren Sie Bücher, Papiere und selten getragene Kleidung in gut schließenden Boxen auf.
Wie werden Sie Silberfische los?
Sie werden Silberfische los, indem Sie ihren Lebensraum trocken und dicht machen und gleichzeitig fangen, was schon da ist, in sechs Schritten:
- Senken Sie die Luftfeuchtigkeit unter 50 %. Lüften Sie stoßweise, heizen Sie Feuchträume, beheben Sie Lecks und nutzen Sie bei Bedarf einen Luftentfeuchter.
- Dichten Sie Fugen und Ritzen ab an Fußleisten, Fliesen, Silikonfugen und Rohrdurchführungen.
- Saugen Sie gründlich und oft, vor allem entlang der Fußleisten und in Ecken. So entfernen Sie Nahrung und einen Teil der Tiere.
- Räumen Sie Verstecke auf: Stapel aus Papier, Karton und Umzugskartons. Lagern Sie Bücher und Papiere in verschließbaren Boxen und Wellpappe nur kurz.
- Stellen Sie Fallen auf, wo Sie die Tiere sehen. Eine Falle fängt die Tiere, die schon drinnen sind, und zeigt, wo und wie viele laufen; ersetzen Sie sie, wenn sie voll ist oder nach 3 Monaten.
- Halten Sie Räume kühl, wo es geht: Papierfischchen fressen unter 16 °C nicht mehr, heizen Sie Dachboden oder Abstellraum also nicht unnötig.
Eine Falle allein rottet einen Befall nicht aus; sie hilft Ihnen, ihn zu finden und klein zu halten, während Sie die Feuchtigkeit angehen. Die Super Ninja Silberfischfalle ist flach und passt unter Schränke und an Fußleisten.
Bei welcher Luftfeuchtigkeit verschwinden Silberfische?
Unter 50 % Luftfeuchtigkeit können sich Silberfische kaum halten; am wohlsten fühlen sie sich bei etwa 25 °C und 75 % oder mehr. Laut Umweltbundesamt ist eine Massenvermehrung nur über 75 % möglich, und meist geht ein Befall schon zurück, wenn sich das Raumklima verbessert. Papierfischchen vertragen trockenere Luft, meiden aber ebenfalls Räume unter 50 %, und ihre Eier schlüpfen erst ab 55 %. Der Rat ist also für beide gleich: unter 50 % bleiben und das mit einem Hygrometer kontrollieren.
Welche Hausmittel helfen gegen Silberfische?
Am meisten hilft trockene Luft; ein Duft, den Silberfische nachweislich meiden, ist in den Fachquellen, die wir gelesen haben, nicht bekannt. Was die bekannten Hausmittel bewirken, zeigt die Tabelle.
| Hausmittel | Was es bewirkt | Was bekannt ist |
|---|---|---|
| Staubsaugen | entfernt Nahrung und einen Teil der Tiere | in der Fachliteratur empfohlen |
| feuchte, zusammengerollte Zeitung | die Tiere kriechen hinein; morgens werfen Sie die Zeitung weg | fängt höchstens einen Teil; keine Untersuchung bekannt |
| Glas mit Klebeband außen | die Tiere klettern hinein, aber an der glatten Innenwand nicht mehr heraus | zeigt vor allem, ob sie da sind; keine Untersuchung bekannt |
| rohe Kartoffel | wird als Köder ausgelegt, um sie zu fangen | keine Untersuchung bekannt |
| Essig | reinigt und riecht stark | keine Untersuchung bekannt, dass er Silberfische bekämpft |
| Lavendelöl | riecht stark | keine Untersuchung bekannt |
| Pfeffer | riecht stark | keine Untersuchung bekannt |
Hausmittel fangen höchstens einen Teil; ohne trockene Luft kommen Silberfische zurück. Spinnen, Hundertfüßer und Ohrwürmer fressen sie zwar auch, doch das ist keine Bekämpfung.
Hilft ein Spray gegen Silberfische?
Ein Spray trifft nur das Tier, das Sie sehen, nicht die Tiere in den Ritzen; das Umweltbundesamt rät deshalb, zuerst das Raumklima zu verbessern. Für ein einzelnes Silberfischchen, das Sie laufen sehen, gibt es das Super Ninja Mintsect Spray gegen Spinnen, Silberfische und Schaben: Sprühen Sie zweimal aus etwa 30 cm direkt auf das Tier, innerhalb von 10 Minuten bewegt es sich nicht mehr. Mintsect ist nur für Innenräume, wirkt nicht nach und ist nicht dafür gedacht, einen Befall zu bekämpfen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Zulassungsnummer EU-0031278-0000-VZ.
Sollten Sie Silberfische zerdrücken?
Sie dürfen ein Silberfischchen zerdrücken, doch das löst den Befall nicht: Die meisten Tiere und ihre Eier sitzen in Ritzen, die Sie nicht sehen. Woher der Rat kommt, sie nicht zu zerdrücken, und was besser hilft, lesen Sie in Silberfische zerdrücken oder nicht?
Wird man Silberfische wieder los, und wie lange dauert es?
Ja, Silberfische verschwinden, wenn es trocken wird: Laut Umweltbundesamt geht ein Befall meist schon zurück, sobald sich das Raumklima verbessert, und die Fachstelle KAD hält eine Bekämpfung deshalb meist nicht für nötig. Rechnen Sie mit einigen Monaten, denn die Tiere leben lange und Eier in den Ritzen schlüpfen noch, solange es feucht genug ist. Papierfischchen sind hartnäckiger, weil sie trockenere Luft vertragen und lange ohne Nahrung auskommen; wenige übrig gebliebene Tiere reichen für einen neuen Befall.
Was macht der Kammerjäger gegen Silberfische?
Ein Kammerjäger bestimmt zuerst die Art, sucht die Verstecke und die Feuchtequelle und bekämpft dann gezielt in den Ritzen, wo die Tiere sitzen. Holen Sie einen Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung, wenn Sie nach einigen Monaten Trockenhalten, Abdichten und Fangen immer noch viele Tiere sehen oder wenn sie Bücher und Papiere beschädigen. Bei Papierfischchen rät das Umweltbundesamt, die Bekämpfung immer einem Profi zu überlassen, weil sie sehr schwierig ist; ergänzend kann man befallene Gegenstände einfrieren. Ein Befall im Mehrfamilienhaus braucht oft eine Lösung für das ganze Gebäude.
Wie beugen Sie Silberfischen vor?
Sie beugen Silberfischen vor, indem Sie Ihre Wohnung trocken halten und die Tiere nicht hereintragen:
- Halten Sie die Luftfeuchtigkeit unter 50 %: Lüften Sie nach dem Duschen und Kochen, und trocknen Sie Wäsche nicht in der Wohnung.
- Dichten Sie Fugen und Ritzen ab an Fußleisten, Fliesen und Rohrdurchführungen.
- Entsorgen Sie Verpackungen und Umzugskartons schnell und prüfen Sie gebrauchte Bücher und Möbel, bevor Sie sie einräumen.
- Lagern Sie Papier, Bücher und Kleidung, die Sie selten brauchen, in verschließbaren Boxen.
- Stellen Sie eine Falle an einen festen Platz im Bad, damit Sie neue Silberfische früh bemerken.
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Quellen
- Umweltbundesamt, Schädlingsratgeber: Silber-, Ofen- und Papierfischchen (Stand 09.07.2026).
- Kennis- en Adviescentrum Dierplagen (KAD, Niederlande), Wissensdatenbank: Silberfischchen, Papierfischchen und Ofenfischchen.
- Milieu Centraal (Niederlande): Silberfischchen und Papierfischchen.
- Literaturstudie von Studierenden der Wageningen University für Super Ninja (ACT 2428, 2020), unter anderem mit Aak et al. (2019), Schoelitsz und van Kempen (2016) und Eder (1940).