Silberfischchen bekämpfen

Silberfischchen und Papierfischchen: erkennen, verstehen und loswerden

Silberfischchen sind längliche, silbrig glänzende Tierchen mit drei Schwanzfäden. Sie sind nachtaktiv und lichtscheu, deshalb sehen Sie sie meist nur, wenn Sie nachts das Licht im Bad anmachen. Angefressenes Papier, Tapeten und Textilien verraten sie. Sie vermehren sich langsam, bleiben aber lange: Wer die Feuchtigkeit senkt und Verstecke abdichtet, wird sie auf Dauer los.

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Was ist der Unterschied zwischen Silberfischchen und Papierfischchen?

Beide sind länglich und silbrig, das Papierfischchen ist etwas größer, gräulich bis bräunlich und behaarter. Silberfischchen brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit und leben vor allem in Bad und Küche. Papierfischchen kommen auch mit trockener Luft zurecht und finden sich deshalb in Wohnräumen, Bücherregalen und Archiven.

Was lockt Silberfischchen an und woher kommen sie?

Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung: Schimmel, Hautschuppen, Haare, Krümel und stärkehaltige Stoffe wie Papier, Tapetenkleister und Buchleim. Sie kommen oft mit Umzugskartons, Büchern oder Kleidung ins Haus und leben in Ritzen, hinter Fußleisten und hinter der Tapete.

Wie schnell vermehren sich Silberfischchen?

Langsam für ein Insekt. Ein Weibchen legt über ihr Leben verteilt immer wieder kleine Gelege von wenigen Eiern in Ritzen. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa zwei bis acht Wochen und sehen aus wie kleine, hellere Erwachsene. Bis sie selbst geschlechtsreif sind, dauert es je nach Temperatur einige Monate bis zu drei Jahre. Silberfischchen können mehrere Jahre alt werden. Ein Befall wächst also langsam, verschwindet aber auch nicht von selbst.

Fressen Silberfischchen Kleidung?

Ja, vor allem Papierfischchen. Sie fressen an Stoffen mit Stärke oder Rückständen, etwa an Baumwolle, Leinen, Viskose und an Kleidung, die nicht frisch gewaschen ist. Typisch sind kleine Fraßstellen und abgeschabte Flecken statt runder Löcher. Kleidung, die Sie lange in einem feuchten Schrank oder Karton lagern, ist am meisten gefährdet.

Sind Silberfischchen schädlich oder gefährlich?

Für Menschen nicht: Sie stechen nicht, beißen nicht und übertragen keine bekannten Krankheiten. Sie können aber Papier, Bücher, Fotos, Tapeten und Textilien beschädigen. Viele Silberfischchen sind außerdem ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit oder Schimmel im Haus.

Wie werden Sie Silberfischchen los?

Senken Sie zuerst die Luftfeuchtigkeit: Unter etwa 50 % fühlen Silberfischchen sich nicht mehr wohl. Stellen Sie gleichzeitig Silberfischfallen dort auf, wo sie laufen, etwa an Fußleisten im Bad und in der Küche. So sehen Sie, wie groß der Befall ist, und fangen die Tiere ohne Spray.

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4 Tipps zur Vorbeugung von Silberfischchen

  1. Feuchtigkeit senken. Nach dem Duschen lüften und Wäsche nicht in der Wohnung trocknen.
  2. Fugen und Risse abdichten. Ritzen an Fußleisten, Fliesen und Rohrdurchführungen mit Silikon schließen.
  3. Nahrungsquellen entfernen. Regelmäßig saugen, Krümel wegwischen und Papier, Bücher und Kartons trocken lagern.
  4. Mitgebrachtes prüfen. Umzugskartons, gebrauchte Bücher und Kleidung vor dem Einräumen ausschütteln oder absaugen.
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