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Trauermücken bekämpfen: woher die kleinen Fliegen in der Blumenerde kommen und wie Sie sie loswerden

Trauermücken sind kleine schwarze Mücken von 2 bis 4 Millimetern, und sie sind fast immer die kleinen Fliegen, die aus der Blumenerde Ihrer Zimmerpflanzen kommen. Sie bekämpfen sie in drei Schritten: Lassen Sie die oberen 2 bis 3 Zentimeter Erde zwischen dem Gießen abtrocknen, fangen Sie die erwachsenen Mücken mit Gelbtafeln weg, und gehen Sie bei starkem Befall die Larven in der Erde mit Nematoden an. Nach drei bis vier Wochen ist der Kreislauf meist unterbrochen.

Von Vincenth Otte Aktualisiert am 8 Minuten Lesezeit
Trauermücken über der Blumenerde von zwei Zimmerpflanzen auf der Fensterbank, eine Trauermücke vergrößert

Direkt zur Lösung: Gelbtafeln gegen Trauermücken.

Was sind Trauermücken?

Trauermücken sind schlanke, schwarze Mücken, die ihre Eier in feuchte Blumenerde legen. Sie gehören zur Familie Sciaridae und heißen umgangssprachlich auch Trauerfliegen. Die erwachsenen Mücken sind nur lästig. Das eigentliche Problem sind die Larven: Sie leben in der oberen Erdschicht und fressen Pilze, abgestorbene Pflanzenteile und feine Wurzeln.

Wie erkennen Sie Trauermücken und ihre Larven?

Am Ort und am Verhalten. Trauermücken sitzen auf und an der Blumenerde, flattern in kurzen, unruhigen Flügen dicht über der Erde und laufen viel über Erde und Blätter. Wenn Sie gießen, fliegen sie auf. Sie sind schwarz bis dunkelgrau, schlank und haben lange Beine und Fühler. Trauermückenlarven sind glasige, weiße Würmchen mit schwarzem Kopf in den oberen Zentimetern der Blumenerde.

Sie sind nicht sicher, ob Larven in der Erde sitzen? Legen Sie eine Scheibe rohe Kartoffel mit der Schnittfläche nach unten auf die Erde. Sitzen nach ein paar Tagen kleine weiße Larven darunter, haben Sie Trauermücken im Topf.

Sind es Trauermücken oder Fruchtfliegen?

Schauen Sie, wo sie sitzen. Trauermücken kommen aus der Blumenerde Ihrer Pflanzen. Fruchtfliegen sind hellbraun mit roten Augen, fliegen ruhiger und kreisen um reifes Obst und den Biomüll. Sehen Sie also „Fruchtfliegen“ an Ihren Pflanzen, sind es fast immer Trauermücken. Der Unterschied ist wichtig, denn beide brauchen eine andere Falle: Fruchtfliegen folgen dem Geruch von Gärung, Trauermücken der gelben Farbe. Mehr dazu lesen Sie unter Fruchtfliege oder Trauermücke? So erkennen Sie den Unterschied.

Woher kommen die kleinen Fliegen in der Blumenerde?

Aus zu nasser Erde. Trauermücken legen ihre Eier in feuchte, humusreiche Blumenerde, und je nasser sie ist, desto besser. Oft kommen Eier oder Larven schon mit einer neuen Pflanze oder einem Sack Blumenerde ins Haus. Zu häufiges Gießen und Wasser im Untersetzer halten den Befall danach am Leben.

Wie schnell vermehren sich Trauermücken, und wie lange leben sie?

Ein Weibchen legt bis zu 200 Eier in die obere Erdschicht. Nach vier bis sechs Tagen schlüpfen die Larven. Sie fressen zwei bis drei Wochen in der Erde, verpuppen sich und kommen dann als neue Mücken heraus. Bei Zimmertemperatur dauert ein ganzer Zyklus etwa drei bis vier Wochen. Eine erwachsene Trauermücke lebt nur rund eine Woche. Deshalb sehen Sie nach ein paar Wochen plötzlich viel mehr Mücken: Die nächste Generation saß schon in der Erde.

Wie werden Sie Trauermücken los?

Indem Sie die Erde trockener halten, die erwachsenen Mücken wegfangen und bei starkem Befall die Larven angehen. Machen Sie alles gleichzeitig, denn jeder Schritt trifft ein anderes Stadium.

  1. Lassen Sie die obere Schicht abtrocknen. Die oberen 2 bis 3 Zentimeter Blumenerde sollten zwischen dem Gießen trocken werden, denn die Larven brauchen Feuchtigkeit. Gießen Sie lieber seltener und dafür gründlich, und gießen Sie Wasser weg, das nach einer Viertelstunde noch im Untersetzer steht.
  2. Stecken Sie Gelbtafeln in die Töpfe. Eine pro Topf, mit der gelben Fläche knapp über der Erde. Die gelbe Farbe lockt die erwachsenen Mücken an, sie bleiben am Leim kleben und legen keine neuen Eier mehr. Hier finden Sie die Super Ninja Gelbtafeln.
  3. Gehen Sie bei starkem Befall die Larven an. Nematoden, winzige Fadenwürmer, spüren die Larven in der Erde auf. Halten Sie die Erde dann zuerst etwa zwei Wochen leicht feucht und lassen Sie sie erst danach wieder abtrocknen.
  4. Decken Sie die Erde ab. Eine Schicht Sand oder Perlit obenauf macht die Blumenerde für neue Eier unattraktiv.
Maßnahme Wirkt gegen So gehen Sie vor Wie lange
Obere Schicht abtrocknen lassen Larven obere 2 bis 3 cm zwischen dem Gießen trocken werden lassen dauerhaft
Gelbtafeln erwachsene Mücken eine pro Topf, knapp über der Erde bis zu 3 Monate pro Tafel
Nematoden (Steinernema feltiae) Larven mit dem Gießwasser, nach Angabe auf der Packung Erde danach etwa 2 Wochen leicht feucht
Schicht Sand oder Perlit neue Eier obenauf auf die Blumenerde dauerhaft

Alles auf einen Blick: Gelbtafeln gegen Trauermücken.

Was tötet Trauermücken sofort?

Nichts, was die Larven in der Erde auf einen Schlag beseitigt. Gelbtafeln fangen die erwachsenen Mücken vom ersten Tag an, und eine Mücke, die festklebt, legt keine Eier mehr. Die Eier und Larven, die schon in der Erde sitzen, schlüpfen aber noch. Rechnen Sie deshalb mit drei bis vier Wochen.

Wie bekämpfen Sie Trauermückenlarven in der Blumenerde?

Mit Nematoden oder indem Sie die Erde abtrocknen lassen. Nematoden sind winzige, nützliche Fadenwürmer (Steinernema feltiae), die die Larven der Trauermücken in der Erde aufspüren und abtöten. Es sind lebende Organismen, kein Insektizid. Sie rühren sie mit dem Gießwasser an und gießen sie über die Blumenerde, am besten nicht in praller Sonne. Die Erde muss danach eine Zeit lang leicht feucht bleiben, damit sich die Nematoden bewegen können. Halten Sie sich an Dosierung und Lagerung auf der Packung. Setzen Sie gleichzeitig Gelbtafeln für die erwachsenen Mücken ein, dann treffen Sie beide Stadien auf einmal.

Wie lange dauert es, bis Trauermücken weg sind, und verschwinden sie von allein?

Rechnen Sie mit drei bis vier Wochen. Gelbtafeln fangen die erwachsenen Mücken, sobald Sie sie in die Erde stecken, doch Eier und Larven, die schon in der Erde sitzen, schlüpfen noch. Erst wenn ein ganzer Zyklus lang keine neuen Eier dazukommen, ist der Befall vorbei. Von allein verschwinden Trauermücken selten, solange die Erde feucht bleibt. Sehen Sie nach vier Wochen noch neue Mücken auf einer frischen Tafel, ist die Erde zu nass, oder es ist eine neue Quelle dazugekommen, etwa eine neue Pflanze.

Warum kommen Trauermücken immer wieder?

Meist, weil die Erde nass bleibt oder nur die Mücken bekämpft werden. Eine Fliegenklatsche trifft nur die erwachsenen Mücken, und wenn Sie die ersten sehen, sitzt die nächste Generation schon als Larve in der Erde. Andere Ursachen: eine neue Pflanze oder ein Sack Erde mit Eiern darin, Wasser, das im Untersetzer stehen bleibt, oder eine Pflanze, die Sie übersehen.

Sind Trauermücken gefährlich? Können sie stechen oder beißen?

Für Menschen und Haustiere nicht: Trauermücken stechen nicht, beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Sie sind lästig, wenn sie beim Gießen aufschwirren, aber sie tun Ihnen nichts.

Schaden Trauermücken Pflanzen?

Bei starkem Befall ja. Die Larven fressen dann an den feinen Wurzeln, und vor allem Stecklinge, Sämlinge und junge Pflanzen kümmern, bekommen gelbe Blätter oder gehen ein. Bei einer ausgewachsenen Pflanze hält sich der Schaden meist in Grenzen.

Wann haben Sie die meisten Trauermücken?

Im Herbst und Winter und im Frühjahr nach dem Umtopfen. Im Haus können Trauermücken das ganze Jahr auftreten, denn die Erde von Zimmerpflanzen ist immer warm genug. Im Herbst kommen Balkonpflanzen und Kräuter ins Haus, manchmal mit Eiern oder Larven in der Erde. Im Winter verbrauchen Pflanzen weniger Wasser, sodass die Erde länger nass bleibt. Und frische Blumenerde bringt sie im Frühjahr oft mit.

Welche Hausmittel helfen gegen Trauermücken?

Am sichersten hilft trockene Erde, denn die Larven brauchen Feuchtigkeit. Über Streichhölzer, Backpulver, Zimt, Kaffeesatz und Neem lesen Sie viele Tipps, aber nicht jedes Mittel erreicht die Larven in der Erde. Was jedes Mittel tut und was darüber bekannt ist, lesen Sie unter Hausmittel gegen Trauermücken im Check.

Warum habe ich kleine schwarze Fliegen in der Wohnung, aber keine Pflanzen?

Ohne Blumenerde sind es meist keine Trauermücken, denn sie brauchen feuchte Erde für ihre Eier. Schauen Sie zuerst, ob es doch irgendwo Erde gibt: eine Pflanze in einem anderen Zimmer, ein Balkonkasten, Anzuchtschalen oder ein offener Sack Erde. Gibt es nirgends Erde, sind es oft Fruchtfliegen (an Obst und Abfall) oder Schmetterlingsmücken (am Abfluss). So erkennen Sie kleine schwarze Fliegen in der Wohnung.

Wie beugen Sie Trauermücken vor?

  1. Prüfen Sie neue Pflanzen und neue Erde. Stellen Sie eine neue Pflanze ein paar Tage separat und achten Sie auf Mücken. Auch frisch gekaufte Blumenerde kann schon Eier enthalten.
  2. Gießen Sie richtig. Lieber seltener und dafür gründlich, und lassen Sie die obere Schicht zwischendurch abtrocknen.
  3. Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen. Staunässe hält die Erde dauerhaft feucht.
  4. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile. Welke Blätter und Blüten auf der Erde sind Futter für die Larven.
  5. Decken Sie die Erde ab oder erneuern Sie die obere Schicht. Tragen Sie die obere Erdschicht ab und ersetzen Sie sie, oder legen Sie eine Schicht Sand darauf, damit die Weibchen keine Eier mehr ablegen können.
  6. Verschließen Sie einen offenen Sack Blumenerde gut. So können keine Mücken hinein.

Quellen: Wirkungsdauer und wasserfester Leim der Gelbtafeln laut Produktspezifikation von Super Ninja.

Geschrieben von Vincenth Otte

Vincenth Otte ist E-commerce Manager bei Super Ninja und verantwortlich für den Webshop und die Ratgeber. Er schreibt und redigiert die Texte, ausgehend von den Fragen, die Kunden uns stellen, und von dem, wonach Menschen suchen.

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