Mücken

Mückenstich: warum er juckt, wie lange er dauert und was hilft

Ein Mückenstich ist eine rote, juckende Quaddel an der Stelle, an der eine Mücke Sie gestochen hat. Juckreiz und Schwellung lassen meist von selbst nach; auch stärkere Reaktionen heilen in der Regel nach drei bis zehn Tagen ab (Quelle: Apotheken Umschau). Kühlen hilft gegen Schwellung und Juckreiz. Hier lesen Sie, warum ein Mückenstich juckt, wann Sie zur Ärztin oder zum Arzt gehen und warum Mücken manche Menschen öfter stechen als andere.

Von Vincenth Otte 4 Minuten Lesezeit
Ein Arm mit einem roten Mückenstich, daneben ein kalter, nasser Waschlappen auf dem Tisch

Wie erkennen Sie einen Mückenstich?

Einen Mückenstich erkennen Sie an einer juckenden, roten Quaddel auf Haut, die unbedeckt war, oft nach einem Abend draußen oder einer Nacht bei offenem Fenster. Mehrere Quaddeln nebeneinander entstehen, wenn eine Mücke mehrmals gestochen hat. Nur weibliche Mücken stechen, weil sie Blut brauchen, um Eier zu legen (Quelle: RIVM, niederländisches Gesundheitsinstitut).

Warum juckt ein Mückenstich?

Ein Mückenstich juckt, weil Ihr Immunsystem auf den Stich reagiert: Die Mücke bringt beim Stechen Eiweiße in die Haut, und Mastzellen schütten daraufhin den Botenstoff Histamin aus (Quelle: Apotheken Umschau). Die Gefäße weiten sich, Flüssigkeit tritt ins Gewebe, und die Stelle schwillt an. Wie stark diese Reaktion ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden: Bei dem einen bleibt es bei einer kleinen Quaddel, beim anderen wird daraus eine dicke, warme Schwellung.

Wie lange juckt ein Mückenstich?

Ein Mückenstich juckt meist einige Stunden bis wenige Tage. Stärkere Reaktionen heilen in der Regel nach drei bis zehn Tagen ab (Quelle: Apotheken Umschau). Kratzen Sie möglichst nicht: Kühlen hilft besser (siehe unten).

Wann sollten Sie mit einem Mückenstich zum Arzt?

Mit einem Mückenstich zum Arzt zu gehen, ist meist nicht nötig: Auch eine dicke Schwellung geht fast immer von selbst zurück. Gehen Sie aber sofort zur Ärztin oder zum Arzt, wenn die Reaktion über die Stichstelle hinausgeht, und rufen Sie bei Atemnot sofort den Rettungsdienst unter 112 (Quelle: Apotheken Umschau). Zügig in die Praxis, bei Kindern in die Kinderarztpraxis, gehören eitrige Krusten, sehr starke Rötung oder Schwellung, Fieber und geschwollene Lymphknoten.

Was hilft gegen den Juckreiz?

Gegen den Juckreiz eines Mückenstichs hilft Kühlen: Legen Sie ein Kühlpack oder einen kalten, nassen Waschlappen auf die Stelle, das Kühlpack nie direkt auf die Haut, sondern in ein Tuch gewickelt (Quelle: Apotheken Umschau). Kühlen mindert Durchblutung, Schwellung und Juckreiz. Außerdem:

  • Kratzen Sie nicht: Über aufgekratzte Stiche können Keime in die Haut gelangen und eine Entzündung auslösen (Apotheken Umschau).
  • Aussaugen ist nicht nötig: Ob das hilft, ist nicht bekannt (Quelle: NHG, Thuisarts).
  • Meist brauchen Sie keine Medikamente. Bei starkem Juckreiz gibt es in der Apotheke Mittel gegen Juckreiz; lassen Sie sich dort beraten.

Warum werden manche Menschen öfter gestochen?

Manche Menschen werden öfter gestochen, weil Mücken nach dem Geruch auswählen, und Ihr Geruch ist anders als der eines anderen Menschen. Mücken finden Sie zuerst über das CO2 in Ihrem Atem und über Körperwärme; aus der Nähe wählen sie nach dem Geruch Ihrer Haut (Quelle: RIVM). Dieser Geruch stammt größtenteils von den Bakterien auf Ihrer Haut, und die sind bei jedem Menschen anders (Forschung der Universität Wageningen). Schweiß macht Sie zusätzlich anziehend (RIVM). Licht spielt keine Rolle: Mücken fliegen laut RIVM nicht auf Licht.

Welche Stiche sehen aus wie Mückenstiche?

Juckende Quaddeln kommen auch von Flöhen, Ameisen oder Bettwanzen (Quelle: NHG, Thuisarts). Haben Sie Quaddeln, obwohl keine Mücken unterwegs sind, etwa mitten im Winter, kann es also ein anderes Tier sein. Kleine schwarze Mücken an Ihren Zimmerpflanzen sind Trauermücken; die stechen nicht. Mehr dazu unter kleine schwarze Fliegen in der Wohnung.

Wie beugen Sie Mückenstichen vor?

Sie beugen Mückenstichen vor, indem Sie Mücken draußen halten und Ihre Haut bedecken oder schützen. Fliegengitter und ein Moskitonetz halten Mücken aus dem Schlafzimmer fern, und ohne stehendes Wasser ums Haus kommen weniger Mücken nach (Quelle: Umweltbundesamt); das lesen Sie in unserem Ratgeber Mücken vertreiben. Tragen Sie in der Dämmerung lange Ärmel, eine lange Hose, Socken und Schuhe (NHG, Thuisarts). Auf die Haut, die frei bleibt, tragen Sie ein Mückenspray für die Haut auf, so wie es auf dem Etikett steht.

Zulassungsnummer Mückenspray in Deutschland: DE-0013740-19. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Quellen: Apotheken Umschau (Mückenstiche: Juckreiz, Schwellung, Arztbesuch); NHG, Thuisarts.nl (Insektenstich); RIVM, niederländisches Gesundheitsinstitut (Stechmücken); Universität Wageningen (Hautgeruch und Mücken); Umweltbundesamt (Brutstätten).

Geschrieben von Vincenth Otte

Vincenth Otte ist E-commerce Manager bei Super Ninja und verantwortlich für den Webshop und die Ratgeber. Er schreibt und redigiert die Texte, ausgehend von den Fragen, die Kunden uns stellen, und von dem, wonach Menschen suchen.

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